Über Vela

Ich wollte eine Routine statt sieben.

Ich bin Tinia, 38, lebe mit meinem Mann und zwei Kindern in Berlin und arbeite Vollzeit. Vela gibt es, weil ich eine Sache nicht hinbekommen habe: meine eigene Supplement-Routine.

Angefangen hat es mit Proteinpulver.

Nach meiner zweiten Tochter wollte ich die letzten Babypfunde loswerden und mehr Protein essen, weil es satt macht und den Heißhunger reduziert. Ich ernähre mich vegetarisch, also war schnell klar, dass Proteinpulver für mich das einzig Sinnvolle ist. Ich habe viele ausprobiert und keins leer getrunken. Das eine war zu süß, das andere schmeckte künstlich, eins war sandig, eins habe ich nicht vertragen. Am Ende hatte ich lauter angefangene Packungen zu Hause und keine einzige war leer.

Dazu kam alles drumherum: Plastikshaker, Küchenwaage, Standmixer, danach alles abspülen und wieder wegräumen. Und Verpackungen, die so aussahen, dass ich sie weggeräumt habe, wenn Gäste kamen. Ich weiß, ich sollte da drüberstehen. Tue ich aber nicht.

Ich hatte lauter angefangene Packungen zu Hause und keine einzige war leer.

Dann kamen die Supplements.

Magnesium, Vitamin D, B12, Zink. Die Klassiker, die bei jeder zweiten Freundin im Schrank stehen und in jedem Podcast vorkommen. Ich wollte sie sowieso nehmen, und seit ich weniger aß, erst recht. Auf meinem Nachttisch standen Magnesium und noch ein paar kleine Döschen. Wenn das Wasser nicht danebenstand, habe ich sie nicht genommen. Im Bad standen die Vitamin-D-Tropfen und die Tabletten für morgens, in der Küche das Proteinpulver und das Kreatin.

Ich habe mein Leben nicht genug im Griff für eine Routine mit sieben Schritten, die sich über den ganzen Tag und die ganze Wohnung verteilt und bei der jeder Schritt anders funktioniert: schlucken, auflösen, einrühren, schütteln. Sobald etwas dazwischenkommt, Kind krank, mehr Arbeit oder einfach Urlaub, fällt alles weg, was nicht einfach ist.

Ich habe mein Leben nicht genug im Griff für eine Routine mit sieben Schritten.

Dann habe ich mein Proteinpulver gefunden.

In einem Café in Kapstadt habe ich zum ersten Mal ein Proteinpulver getrunken, auf das ich mich morgens gefreut habe. Zurück in Berlin war die Packung leer, und die Marke gibt es hier nicht. Ich habe die Zutatenliste gelesen und ein deutsches Pendant gesucht. Ohne Erfolg. Dann dachte ich: Ein leckeres Proteinpulver lässt sich also herstellen. Und in meinen Kapseln steckt im Grunde auch nur Pulver. Kann man das nicht zusammenpacken?

Dann kam die Recherche.

Für jeden Inhaltsstoff eine eigene. Bei jedem gibt es eine Form, die funktioniert, und eine, die nicht funktioniert. Magnesiumglycinat statt Oxid. Vitamin D nur mit K2. Whey Isolat statt Konzentrat. Und die Dosierung so, wie man sie auch einzeln kaufen würde, nicht nur in Spuren.

Manches habe ich weggelassen, obwohl ich es gern drin gehabt hätte. Kollagen würde die Portion riesig machen, Omega-3 schmeckt nach Fisch. Ich habe mich für einen Grundsatz entschieden: lieber 95 Prozent, die ich durchziehe, als 100 Prozent, die im Schrank stehen.

Lieber 95 Prozent, die ich durchziehe, als 100 Prozent, die im Schrank stehen.

Warum es so etwas bisher nicht gab.

Es spricht so viel dafür und so wenig dagegen. Das Einzige, was dagegen spricht, ist der Preis und dass man es erklären muss. Whey Isolat ist eine der teuersten Proteinquellen, die es gibt. Magnesiumglycinat gehört zu den teuersten Magnesiumformen. Und 200 mg Magnesium kosten nun mal mehr als 20 mg, die gerade reichen, damit es auf dem Etikett steht.

Mein Bedürfnis ist nicht besonders. Ich bin 38, ich arbeite, ich manage den Familienalltag. Ziemlich sicher geht es den meisten Frauen zwischen 35 und 55 genauso. Deshalb gibt es Vela: Protein und alles, was du sonst vergisst.